Mister & Missis.Sippi

Auf den Spuren Mark Twains mit dem Floß durch die Südstaaten

DER TRAILER ZUM FILM

ZDF.kultur

Am Pfingstmontag sendet ZDFkultur alle drei Teile von Mister&Missis.Sippi!
Ab 15:45 Uhr gehts los. Und wer noch kein Digital Fernsehen oder Satelit… oder überhaupt keinen Fernseher zu Hause stehen hat, der läd sich einfach ZATTOO auf den Rechner und ab geht die Fahrt!

ZDF.kultur: 13.06.2011, 15:45 Uhr – 16:30 Uhr
ZDF.kultur: 13.06.2011, 16:30 Uhr – 17:15 Uhr
ZDF.kultur: 13.06.2011, 17:15 Uhr – 18:00 Uhr

Viel Spass

XXL-Mississippi-Nacht auf ZDF


In der Nacht vom Sonntag auf Montag, den 29. August zeigt das ZDF von 1.45 – 4.00 Uhr Mister&Missis.Sippi im Nachtprogramm.

* Sonntag, 29.08.2010 01:45 – 02:30 Uhr / Teil 1 (St. Louis – Cairo)
* Sonntag, 29.08.2010 02:30 – 03:15 Uhr / Teil 2 (Memphis – Vicksburg)
* Sonntag, 29.08.2010 03:15 – 04:00 Uhr / Teil 3 (St. Francisville – New Orleans)


Mister & Missis.Sippi (1/3)

Mit dem Floß durch die Südstaaten

Patricia Schäfer, Journalistin und Moderatorin des “ZDF-Morgenmagazins”, und der Schriftsteller Volker Strübing folgen den Spuren Mark Twains: Für die dreiteilige Dokumentationsreihe “Mister & Missis.Sippi” rudern sie 2.000 Kilometer mit einem Holzfloß auf dem Mississippi. Wie einst Twains Protagonisten Huckleberry Finn und der Sklave Jim gehen Patricia Schäfer und Volker Strübing auf eine spannende Flussreise. Nur 37 Quadratmeter Floß teilen sie sich tagsüber mit der gesamten Crew auf dem Weg von St. Louis nach New Orleans – Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, Moskitos, Stürme, reichlich Schlamm und Alligatoren inklusive.

An ihren Etappenzielen spüren sie der amerikanischen Geschichte nach und erleben den “American Way of Life”. St. Louis sei die “nördlichste südliche und die östlichste westliche Stadt der USA”, sagen die Bürger über ihre Stadt und versuchen so zu beschreiben, was die Stadt prägt. Von dort aus startete im 18. Jahrhundert die berühmte “Lewis und Clark Expedition”, um den weiten Westen zu erkunden. Auch Patricia Schäfer und Volker Strübing beginnen in St. Louis ihre Reise und lassen ihr Floß in den Mississippi gleiten.

Auf der ersten Etappe nach Cairo erleben sie ihre Flusstaufe in Sturm und Regen, sammeln die ersten hundert Moskitostiche und Feuerholz für das abendliche Lager auf einsamen Sandbänken. Von Cairo sagen übrigens die Einwohner, die Stadt sei wie ein Cheeseburger: ungesund und frei von Nährwert, aber man steht eben total drauf.

Mister & Missis.Sippi (2/3)

Mit dem Floß durch die Südstaaten

Die beiden Floßbewohner Patricia Schäfer und Volker Strübing sind bereits einige hundert Kilometer auf dem “Old Man River” unterwegs. Ihr nächstes Ziel ist Memphis. Die Stadt ist vor allem durch die Rock ‘n’ Roll-Legende Elvis Presley bekannt geworden. Auch ein anderer berühmter Amerikaner ist, wenn auch auf tragische Weise, mit Memphis verbunden: Martin Luther King, der Bürgerrechtler, der dort 1968 ermordet wurde.

Nach einem Aufenthalt in Memphis geht es weiter in Richtung Süden – die beiden Ruderer erreichen Vicksburg, die berühmte Bürgerkriegsstadt und ihr nächstes Etappenziel. Der Traum von der amerikanischen Freiheit ist dort sehr lebendig und zeigt sich vor allem an den steigenden Verkaufszahlen großkalibriger Waffen. Sengende Hitze begleitet die beiden auf dem Weg nach Süden. Das Katamaran-Floß treibt im braunen Wasser langsam den Mississippi entlang. Ruhe vor den Moskitos finden die beiden nur im Zelt auf winzigen Flussinseln.

Mister & Missis.Sippi (3/3)

Mit dem Floß durch die Südstaaten

Auf den Spuren von Mark Twain folgen Patricia Schäfer und Volker Strübing weiter dem Lauf des Mississippis und fahren dem Golf von Mexiko entgegen. Ihre nächste Station ist St. Francisville. Eine Stadt, von der man denken könnte, sie sei das Vorbild für die fiktive Stadt Springfield in der Zeichentrickserie “Die Simpons”. Vom Alltag auf dem Floß gut trainiert, beobachten die beiden auf ihrer Weiterfahrt nach New Orleans ganz entspannt die Alligatoren.

Nach 2.000 Kilometern auf dem Mississippi erreichen Patricia Schäfer und Volker Strübing ihr Ziel: New Orleans, auch genannt “The Big Easy”. Dort ist man nicht nur stolz auf eine lange Geschichte, sondern auch darauf, dass man nicht so ist wie der Rest der USA. Auch nach Hurrikan Katrina gibt es hier immer noch die schönste Architektur der USA zu bestaunen.

“Mister&Missis.Sippi” im Nachtprogramm

In der Nacht vom 9.07. zum 10.07.2010 wiederholt 3sat alle 3 Teite von Mister&Missis.Sippi im Nachtprogramm.
Wer also noch einmal in den Genuss kommen möchten, mit uns auf die Reise zu gehen…

* Sa. 10.07., 02.15 Uhr / Teil 1 (St. Louis – Cairo)
* Sa. 10.07., 03.00 Uhr / Teil 2 (Memphis – Vicksburg)
* Sa. 10.07., 03.45 Uhr / Teil 3 (St. Francisville – New Orleans)

Das Buch zur Serie

Das Buch zur Sendung ist bereits lieferbar und wird veröffentlicht bei Voland & Quist und erscheint in der 3sat-Edition. Volker Strübing erzählt darin von seinen Erlebnissen – und Comiczeichner und Illustrator Matthias Seifert liefert die passenden Bilder.

Erhältlich bei amazon: klick hier…

Buch + CD, 176 Seiten, zahlreiche Abb., 47 min Spielzeit

Sendetermine: ”Mr.& Missis.Sippi“


Dreiteilige Dokumentationsreihe in 3sat

Samstag 03.04.2010 | 20:15 Uhr
Sonntag 04.04.2010 | 20:15 Uhr
Ostermontag 05.04.2010 | 20:15 Uhr

Ein Film von Volker Strübing und Lutz Neumann

Patricia Schäfer, Journalistin und Moderatorin des ZDF-Morgenmagazins, und Schriftsteller Volker Strübing tun es: Für die dreiteilige Dokumentation ”Mister&Missis.Sippi“ folgen sie den Spuren Mark Twains und rudern 2.000 Kilometer mit einem Holzfloß auf dem Mississippi. Nur wenige Quadratmeter ”Wohnfläche“ teilen sie sich auf dem spannenden Weg von St.Louis nach New Orleans – Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, Moskitos, Stürme, reichlich Schlamm und Alligatoren inklusive. An ihren Etappenzielen spüren sie der amerikanischen Geschichte nach und erleben den ”American Way of Live“.

Mister & Missis.Sippi , 3 x 45min, DVC pro 50
Buch: Volker Strübing, Regie: Volker Strübing, Lutz Neumann
Kamera: Sabine Streckhardt, Ton: Marc Meusinger, Schnitt: Vanessa Rossi
Redaktion 3sat/ZDF: Anja Fix, Produktion: MonstaMovies Filmproduktion

Die heiligen Sendebänder sind ausgespielt…

…damit ihr zu Ostern keinE OhrHasen schauen müsst.

Sendebänder

 

Premierenfeier

Liebe Freunde, liebe Kollegen, liebe Bekannte und liebe Verwandte,
es ist soweit!
MonstaMovies Filmproduktion lädt herzlich zur Premierenfeier am Freitag, den 12.März 2010 in die Brotfabrik, Prenzlauer Promenade 3, 13086 Berlin ein. Beginn: 18:30 Uhr

Herzliche Grüße und – may the river be with you!
Wir freuen uns auf Euch!
Die Monstas

Premieren- Einladung

Sprachaufnahmen

Ich Wahnsinniger hatte tatsächlich gedacht, wir wären in anderthalb oder zwei Tagen mit den Sprachaufnahmen fertig. Aber es werden mindestens vier Tage. Das kommt davon, wenn man sich Mühe gibt.


(VS)

Schnipsel: Vicksburg, Mississippi, 25.6.2009

Unsortierte und unredigierte Erinnerungen an Amerika


Was bisher geschah: Jadwiga, Sabine, Matthias, Tom, Lutz und ich, Volker, sind seit einer guten Woche in Amerika. Wir befinden uns auf der Recherchereise für den anschließenden Dreh der Fernsehserie “Mister & Missis.Sippi”. Mit dem Auto fahren wir am Mississippi entlang von New Orleans in Louisiana in Richtung Saint Louis, Missouri. Gerade sind wir in Vicksburg im Bundesstaat Mississippi angekommen.


Das Dixicana-Motel liegt an der Interstate 61, südlich vom Zentrum von Vicksburg und nahe am Mississippi. Direkt gegenüber dem Hotel, auf der anderen Straßenseite, auf der Spitze des Hügels, in dessen Tal sich Downtown Vicksburg befindet, gibt es einen kleinen Gedenkpark, den Louisiana Circle, voller Kanonen und Relieftafeln mit Soldaten und Offizieren der Südstaatenarmee im Bürgerkrieg sowie einen schönen Aussichtspunkt. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Mississippi und das bewaldete Ufer von Louisiana auf der anderen Flussseite. Ich gucke mir ein bisschen Fluss und Kanonen an, während Jadwiga und Tom Zimmer für uns buchen. Die Tage der Hotels mit Swimmingpools scheinen gezählt, Schluss mit hochherrschaftlichen Veranden, von denen ich meinen gönnerhaften Blick über das Team schweifen lassen kann. Trotzdem macht das Dixicana einen netten Eindruck. Die Rezeptionsbaracke wirkt ein bisschen schäbig, aber die Holzhäuschen, die den Parkplatz säumen, machen einen guten Eindruck.

Als ich zum Motel zurückkehre, verlassen Jadwiga und Tom gerade das Büro.
„Wartet hier bei den Autos! Unsere Zimmer sind irgendwo dahinten“, ruft Tom und fuchtelt mit einem Arm in Richtung irgendwo dahinten. „Wir gucken uns erstmal die Zimmer an und und ob wir dort parken können.“
Ich zünde mir eine Zigarette an.
Zwei Minuten später sind die beiden zurück. Kreidebleich. Jadwiga kann nur mit schreckgeweiteten Augen den Kopf schütteln. Tom presst ein „Nee!“ hervor. „Das müsst ihr selber sehen!“
Wir folgen ihm, an der Straße entlang, vorbei an den hübschen Holzhäuschen und der Rezeption, zum wahren „Motel Dixicana“: Zwei gegenüberliegende, zweistöckige Ziegelkasernen. Der Putz ist abgeblättert, das Metallgitter der Außengänge und Treppen verrostet. Ein Autowrack gammelt auf dem Parkplatz vor sich hin. Weggeworfene Coladosen, alte Fertiggerichtepackungen, leere Flaschen in braunem Packpapier. Jede Containersiedlung für Bauarbeiter auf Montage sieht einladender aus.
„Oh Scheiße“, sage ich, aber Tom winkt ab.
„Ach das …“, sagt er. „Das ist doch noch gar nichts.“
Er öffnet eins der Zimmer, die wir bekommen haben. Wir drängen hinein. Und treten sofort wieder den Rückzug an. Eine Weile stehen wir in der Tür, schütteln wie vorhin Jadwiga mit schreckgeweiteten Augen die Köpfe oder pressen wie Tom ein „Nee!“ hervor. Ich mache sogar beides.
Schließlich sagt jemand: „Na, wenigstens haben sie sie umgebracht, bevor sie das Zimmer neu vermietet haben.“
Der Boden ist übersät mit Kakalakenleichen. Und wenn ich schreibe: übersät, dann meine ich: übersät. Es sind viele. Sehr viele. Und sie sind groß, sehr groß. Dankbar, dass niemand das Licht angeschaltet hat, schließen wir die Tür wieder.

„Das kommt nicht in Frage. Wir finden was besseres“, sagt Tom und es ist gut, dass ausgerechnet er das sagt, denn Tom verwaltet das Geld und wird von spießigen Sorgen, ob es auch bis ans Ende unserer Reise reicht, geplagt. Er hätte auch sagen können: “Los jetzt, rein da”, was Besseres sei nicht drin, wir sollten uns mal nicht so haben, so ein paar Kakerlaken noch dazu tote – ja!, wenn da ein toter Junkie auf dem Bett gelegen hätte, könnte er das noch verstehen, aber den hätten sie ja zum Glück schon rausgeschafft (zumindest, soweit er das in dem Dämmerlicht beurteilen könne) und in vier Wochen, wenn wir auf dem Floß zurück nach Vicksburg kämen, ließe er nochmal mit sich reden, denn dann sei Patricia dabei, die ist aus dem Westen und vom ZDF, die sei sicher anderes gewöhnt, aber wir seien schließlich alle Kellerkinder aus der DDR, da habe es vierzig Jahre so ausgehen, und jetzt machten wir plötzlich einen auf „Prinzessin auf der Kakerlake“ oder wie oder was?! Also wirklich!
Aber so einer ist Tom zum Glück nicht, was ihm zur Ehre und zum Vorteil gereicht, denn sein Versprechen, etwas Besseres zu finden, lässt uns von Klassenkloppe absehen.

Ein schöner begrünter Innenhof mit Swimmingpool scheint wieder in Reichweite.

Aber besser als mies muss noch lange nicht gut sein …

Das Hotel, für das sich Tom nach einigen Telefonaten und einem Besuch der Touristeninformationsstelle von Vicksburg entscheidet, heißt „Riverwalk“. Es liegt direkt unten am Fuss, ist teurer als das Dixicana und auf ganz andere Art grässlich. Ein Betonberg mit einem Parkplatz, der so groß ist, dass das Hotel einen Minibusshuttle für Leute, die am hinteren Ende parken, eingerichtet hat.
Unter einem Vordach von den Abmessungen eines Schulsportplatzes entladen wir die Autos und werden dabei von einer „Worst of 80’s“-Kollektion aus Dutzenden in den Säulen versenkten Lautsprechern beschallt. Schließlich betreten wir das Hotel, oder besser: das Inferno. Um die Ausmaße der Halle zu beschreiben, zieht man am besten Vergleichsgrößen wie Messehallen oder Flugzeughangare heran. Würde ein Asteroid vom Volumen der Riverwalk-Hotelhalle die Erde treffen, wäre das wahrscheinlich das Ende allen irdischen Lebens. Und angesichts dessen, was sich uns hier darbietet, kann man nicht umhin, in einer solchen kosmischen Katastrophe einen Akt der Gnade zu erblicken …

Fortsetzung folgt.

(VS)

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