Mister & Missis.Sippi


(Fotos) Vicksburg
2009/07/31, 1:26
Gespeichert unter: Uncategorized

(mrcss)



Mississippi Surfin’
2009/07/30, 2:23
Gespeichert unter: Uncategorized

Jetzt sind wir im Süden, aber richtig. In St.Francisville, kurz vor Baton Rouge und anderthalb Stunden nördlich von New Orleans. Ich sitze auf der Veranda unseres Bed&Breakfast, des ältesten Hauses am Ort (late 1700s), und es hat dankenswerterweise eine Hollywoodschaukel, die aber wohl erst später dazukam. Es fühlt sich an wie in der Biosauna, hinter mir schuftet eine Klimaanlage vor sich hin, neben mir die Zikaden, und die einzige Abkühlung ist der „Wind“, den ich beim Schaukeln mache. Ob bei dieser Hitze irgendwelche Inspiration über mich kommt? Volker meint, Transpiration statt Inspiration sei angesagt.

Ich versuchs mal mit beidem. (mehr…)



Public Baden in Vicksburg
2009/07/30, 1:54
Gespeichert unter: Uncategorized

In Vicksburg gibt es ein öffentliches Schwimmbad. Das ist schön. Marc, Markus und Ich hatten einen Nachmittag frei. Da unser „Rentner-Daddel-Casino-Hotel“ keinen Pool besaß, entschlossen wir uns auf die städtischen Angebote zurückzugreifen. Übrigens ist ein Schwimmbad in der Art recht selten, stehen doch hinter fast jedem Haus einbetonierte Plastikwannen herum. Das Ding öffnete jedenfalls 13:00 und wir waren sehr pünktlich, faktisch die ersten am Strand. Mit einem heiterem Kopfsprung hüpfte ich alsgleich in das leichtgechlorte, kühle Nass – tauchte die paar Meter zum nächsten Rand durch und freute mich. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon drei Regeln der ellenlangen Liste der Pool-Rules gebrochen. Erstens: bin ich mit körperbetonter, schwarzer Sportunterwäsche (die auch als Badehose taugt) ins Wasser gehüpft – vorgeschrieben sind Soccerstyled Pants, also knielange Badehosen. Zweitens: bin ich gesprungen – böse, böse geht gar nicht. Drittens: tauchen ist so gefährlich, dass es auch nicht erlaubt ist. Die zugegebener Maßen höchst attraktive Baywatchgehilfin rannte gleich auf mich zu – Marc und Markus wurden in ihrem Ansinnen mir kopfüber zu folgen gestoppt. Das American-Beauty verlangte von uns erst mal einen Schwimmtest, sonst dürften wir nicht ins halstiefe Wasser. Hatte sie etwas verpasst – ich war gerade eine Bahn vor ihren Augen geschwommen – und die Sandokanmäßig und dazu auch noch ein bissel angeberisch (sie sah ja wirklich gut aus). Jedenfalls haben wir uns der Sache gefügt und schwammen in drei verschiedenen Schwimmstilen (Brust, Rücken und Kraul) ein Wasserballett im knietiefen Becken, während wir rhythmisch Wasserfontänen ausstoßend, eine erblühende Seerose nachstellten. Sie war mäßig überzeugt und ließ uns gewähren, heißt wir konnten das Schwimmerabteil benutzen. Währenddessen tobte im Nichtschwimmerpart ein harter Verdrängungskampf um die wenigen freien Zentimeter verbliebenen offenen Wassers. In tieferen Gewässer planschte neben uns dreien nur noch eine weitere Rettungsschwimmerin herum, die wahrscheinlich abgestellt war uns zu retten, für den Fall, das wir nur so getan hätten als könnten wir schwimmen, um später wie Bleienten abzusaufen.

poolrules

Noch ein paar Daten. An diesem 25 Meter-Becken waren 3 weibliche Rettungseinheiten und 3 männliche Äquivalente auf Hochsitzen stationiert. Dazu kam der Personenschutz im tieferen Bereich, für durchgeknallte, deutsche Nichtschwimmer, sowie eine Ersatz- und Austauschgruppe derselben Stärke im rückwärtigen Flankenbereich. Nach 40 Minuten wurden wir aus unserer meditativen Planscherei mit schrillen Trillergepfeife gerissen. Schlagartig verliessen alle Badegäste das Becken. Unser American-Beauty fühlte sich veranlasst uns klarzumachen, das es jetzt eine Zwangspause gibt, die jede Stunde anberaumt wird. Ich erkundigte mich, ob es jetzt für uns der richtige Zeitpunkt für Arschbomben und so wäre, da wir nun in dem noch leereren Schwimmerbecken keinen auf den Kopf knallen würden.

Sie verneinte vehement – den Arschbomben gehen auch gar nicht – und dann noch atheistische. Wie auch immer – es war nett und wir haben dann die Liste der Rules abgearbeitet. Heimlich Alkohol aus Mineralwasserflaschen getrunken, neben dem Zaun geraucht, Schimpfwörter skandiert, der Rettungsschwimmerin von unten in die Shorts gelunscht, mit Sonnenbrille toter Deutscher gespielt, ins Wasser gepupst, unfrittiertes Obst gegessen und die Augen unter Wasser aufgemacht.

Übrigens ein Großteil der Amerikaner entlang des Mississippi können nicht oder nur mangelhaft schwimmen, daher diese gewaltige Angst vorm Fluß. Schade, denen entgeht was.

(Lutze)



Sixpackers
2009/07/29, 7:01
Gespeichert unter: Uncategorized

sixpacks

Waschbrett und Waschtrommel (wash board and washing drum)

(Lutze)



Hab Dich!
2009/07/29, 4:56
Gespeichert unter: Uncategorized

_MG_1191

(VS)



(Fotos) Memphis
2009/07/29, 4:17
Gespeichert unter: Uncategorized

(mrcss)



bilder von mir…
2009/07/29, 2:50
Gespeichert unter: Uncategorized

habe ich hier.

(matze)



Rätsel die 2. – Spurensuche
2009/07/25, 7:40
Gespeichert unter: Uncategorized

Ja ja richtig richtig… von wegen 3 Stunden Pause!? Ich schlummere gerade so schön vor mich hin, da klopft es und mir wird verkündet, dass wir das Hotel wechseln müssen. Uh Ha und ich habe das nächste Rätsel noch nicht in den Blog gestellt. Wer weiss, ob wir noch einmal Internet haben, bevor wir morgen wieder aufs Raft gehen.

Naja, so ein richtiges Rätsel ist es ja gar nicht…

Die Vorgeschichte: Auf einsamen Inseln am oder auf dem Mississippi gibt es nix. Also so gar nix… somit muss man sich selbst beschäftigen und sein Kopfkino spielen lassen. Man fängt an, die Fussspuren der anderen zu kennen und diese im Sand oder Schlamm wieder zuerkennen. Somit ist man immer auf dem Laufenden und weiss, was die anderen so gemacht haben… zB. kleine oder grössere Vergehen am Morgen nach dem Kaffee… ups

Schreibt uns doch mal eine lustige Geschichte… was könnt ihr in diesen Spuren lesen?… Ich freu mich.

Spurensuche

(sbiene)



Nö!
2009/07/25, 5:43
Gespeichert unter: Uncategorized

Heute ist der erste freie Tag seit unserer Abreise vor 5 Wochen, der allerallererste freie Tag, da werde ich den Teufel tun und igendwas hier ins Blog reinschreiben!

(Obwohl der freie Tag schon wieder zu „von halb 12 bis um 3″ zusammengeschrumpft ist und in diesen paar Stündchen auch noch Daten gesichert und die ersten Postkarten geschrieben werden wollen. Aber immerhin: Dreieinhalb Stunden am Stück frei, das gibts auch höchstens alle 2 Wochen.)

(VS)



May the River be with you
2009/07/24, 11:46
Gespeichert unter: Uncategorized

Mit einer Woche Verspätung kommt jetzt endlich wieder ein update vom Floß, also ein Blog-Log-Buch. Aber vor lauter lauter kommen wir ja zu nix. Weder auf der Galeere, noch bei den Landgängen…

lauter lauter heißt: wenn wir auf dem Fluss sind, stehen wir zwischen 5 und 7 auf, geweckt von Johns Cojote-”wu-hooooo!!!”, und rudern dann ungelogen den ganzen Tag, um auf unsere täglichen Meilen zu kommen. 50 ist unser Rekord, das heißt aber auch: 12 Stunden auf dem Wasser. Mit ein paar Dreh-Stops und Schwimm-Pausen sind das netto 9 Stunden Muskeltraining.

You gotta work it to go with the flow….denn auf dem Fluss in den Fluss zu kommen ist das Ziel. Dazu brauchen wir die Hilfe der Strömung, aber die macht halt auch immer nur, was sie will! Wenn der flow gerade am anderen Ufer unterwegs ist, müssen wir oft eine halbe Meile queren. Und noch dazu hat der Mississippi ja viel mehr Schleifen, Windungen und U-Turns als er i-s, p-s und ss-e hat. Heißt: wenn wir mal Rückenwind haben, kann sich das ganz schnell ändern, und der Wind bläst uns entgegen. Oder er pustet uns gleich ganz weg, wie in dem Gewittersturm, der uns auf dem Weg von Cairo nach Memphis erwischt hat (wie man auf den Fotos von “The River Gives, the River Takes” sehen kann). Ist schon klar, warum Johns wichtigster Gruß heißt: “May the river be with you!”

Allerdings sind wir gerade nicht mit dem River. (mehr…)