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Von wegen freies Land. Wir sind heute in Vicksburg Mississippi angekommen und werden einige Tage – wie auf dieser Reise regelmäßig, an Land und in Städten verbringen. Ein Floß allein macht ja noch keine TV-Serie! Die gewonnene Rivertime-Freiheit ist ganz schnell vergessen, wenn man sich im verspießerten Süden der USA bewegt. Im Gleichklang zum verspießerten Osten, Westen, Norden und dem Zentrum dieses schönen und riesigen Landes hört eben Freiheit dort auf, wo Privatgelände beginnt. Ein Bier (sogar eins nach Christo-Maßstäben perfekt verhülltes) läßt sich unter gar keinen Umständen mit dem Blick auf Fluß und Wiese genießen. Sofort kommen Security-Freaks in Kompaniestärke angedackelt und sülzen einen mit Gesetzen voll. Sie wollen keine von Lightbeer komatös gesoffenen Krautfresser auf ihrer perfekt gemähten Wiese verenden sehen – Nein, das wollen die nicht. Man darf zwar Waffen offen tragen, von nur einem Yoghurt zuckerkrank werden, mit Golfcaddies im Supermarkt rumfahren, sich von Micheal Jacksons Gedenkradiosendern foltern lassen und Halbfettavocados mampfen, aber ein annähernd geflegtes Bier unter freien Himmel trinken geht gar nicht. So bleibt nur mein Hotelzimmer, das auf Minus 87°C schockgefrostet wurde. Helmholtzplatz du fehlst mir sehr. In diesem Sinne – Prost!

(Lutze)