Mister & Missis.Sippi


Und jetzt?
2009/08/23, 1:11
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Jetzt geht die Arbeit richtig los. Vanessa, die Cutterin, hat mitllerweile alle Bänder und Karten eingelesen und ist dabei, das Material zu sichten und zu sortieren. Ich nehme mir ab morgen die ersten Interviews vor und versuche, aus halbstündigen Gesprächen die interessantesten 2 bis 5 Minuten rauszusuchen. In ein paar Wochen soll es schon einen ersten Rohschnitt geben, was bedeutet, dass Vanessa und ich nur sehr wenig Sonne zu sehen bekommen werden. Von gefilmter Südstaatensonne mal abgesehen.

Unterdessen blickt Patricia einer weiteren Morgenmagazinmoderationswoche entgegen und ahnt nicht, welches Unheil sich über ihr zusammenbraut. Bald schon wird sie die ersten Ausspieler bekommen, verbunden mit der Bitte, einen großen Batzen Off-Texte zu schreiben.

Sabine und Lutz haben vom Sommer nach der Hitze in Amerika offenbar die Nase voll: Am Donnerstag, dem heißesten Tag des Jahres, wenn ich das richtig mitbekommen habe, sind sie mit der fadenscheinigen Begründung, einen Film drehen zu müssen, nach Spitzbergen geflohen.

Und Matthias hat noch ein paar seiner großartigen Zeichnungen auf seine Homepage gepackt und in einer kleinen Fotolovestory einen typischen Drehtag am Mississippi beschrieben.

(VS)



Strike King´s Ding
2009/08/14, 6:35
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Wir sind zurück. Hat zwar eh schon jeder mitbekommen, denn statt Schlaf gibt es lange Kneipengespräche mit den wenigen echten Freunden, die man als Filmschaffender hat (oder glaubt zu haben). Der Jetlag macht es möglich – vor um zwei ins Bett zu gehen lohnt sich ohnehin nicht. Man suhlt sich von einer Seite zur anderen und horcht in seinen vom amerikanischen Bier,  20 Schachteln Malle Twentyseven und Frittierfett malträtierten Körper hinein. Spürt man dort nicht ein Schweinegrippchen anrollen, oder was anderes viel Exotischeres – Nilfieber, Moskito-Aids oder die Mississippi-Jigger-Pest. Wer weiß, vielleicht sind wir auch als Biowaffe missbraucht worden, schleppen einen CIA-Virus ein und ehe man es sich versieht, rennen alle Deutschen mit orangenen Baseballkappen herum, glauben an Voodoo, oder noch schlimmer an durchgeknallte Baptistenprediger und steuern dabei ihre VW-Busse per Gedankenkraft von der hinteren Sitzbank. (Ich bin gerade nach Dresden unterwegs, das TomTom klagt über Kopfschmerzen während Gaspeal und 75 PS Befehlen aus meinem Kleinhirn Folge leisten). Wie auch immer – so eine Reise verändert (Hüstel – da ist doch was…).
voodoo
Ich persönlich liebe Amerika jetzt anders. Vielleicht kann man das mit einer Ex-Freundin vergleichen, die sich seit man nicht mehr zusammen ist, große Titten hat basteln lassen. Irgendwie ist die Vorstellung von Dies und Das geil, aber nach einem gemeinsamen Kaffee vergeht die Lust auf weitere Spielchen. In der neuen Verpackung ist eben der gleiche alberne Kram, der einen schon vor Jahren auf den Keks ging. Und jetzt geht einem Amerika auf den Cookie, und zwar auf den Schoko-Cookie. Wir haben den Obama-Hype importiert, obwohl sich zumindest in den Südstaaten kein Afroamerikaner dafür interessiert und lieber Mc Cain oder Hillary in seiner Hood rumrennen sehen würde (ist natürlich übertrieben, aber unsere europäischer Verzückung können sie nicht nachvollziehen). Wo war ich. Ach ja Amerika lieben…Ich liebe einige der Menschen die wir trafen, 26 Zoll-Felgen, Diet-Cherry-Coke-Coffeinfrei, Zimtzahnstocher, Navigationsgeräte die durchdrehen, blonde amerikanische Mädchen vor ihrer „Fett-wie-Jabba-und-Stumpf-wie-Ikeamesser“-Phase, wasserdichte Handys, Satellitenradio im Auto, Rudern, alle Autos bis Baujahr 1985, Bounce-Musik, die Eiswürfelautomaten, Tätowierungen auf blassen Mädels, roten Nagellack auf deren Händen, Bud-Light (weil es die Soße überall gibt), die Tankrechnungen, gegrillte Maiskolben, Catfish, Schildkröten, trockene Zelte, Stetson-Hüte, DEED, den Mississippi, Stürme (die zeigen das man klein und popelig ist) und Softeis.

Ein dreifaches Hiphiphurra auf die USA. Und das meine ich ehrlich.

(Lutze)



Sleepless in Berlin
2009/08/08, 11:35
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Hier spricht das jetlag – es ist ein Uhr nachts in Berlin, ich bin nach 2 Stunden Schlaf hellwach und nutze die Zeit, um Euch ein bisschen auf dem Laufenden zu halten.

 

Marcus, Mark, Heiko und ich sind seit gestern wieder in Deutschland – mit massig Verspätung gelandet, weil in Charlotte eine Flugzeugtür klemmte, aber Samstag nachmittag waren wir zu Hause. Der Rest der Monstamovie-Crew fliegt in ein paar Stunden ab Houston – direkt, ohne Zwischenstop, damit die Kameras sich nicht irgendwo selbständig machen. 

 

New Orleans war schön, aber noch heißer und schwüler als die anderen Städte. Wir haben in einem Club das wildeste Arschgewackel der nördlichen Hemisphäre gesehen (den berühmten bounce hip hop, für den man einen Hintern doppelt so rund wie der von Jennifer Lopez plus ordentlich Beweglichkeit in der Stoßrichtung braucht), haben einer Drag-Queen beim Schminken zugeschaut, das Floß Richtung Golf von Mexiko gerudert, unseren ersten und letzten Schaufelrad-Dampfer in Aktion und eine Sozialwohnung von innen gesehen (so unglaublich eng, dass die Leute mehr über- als nebeneinander wohnen).

 

Haben uns außerdem weiterhin an der regionaltypischen Küche erfreut – dasselbe fettige, übersüßte Essen wie überall auf unserem Trip (die frittieren wirklich ALLES da im Süden – meine Favourites waren fried ice cream und fried pickles, also panierte saure Gurken). Außerdem wurden wir weiter von „Styromania“ verfolgt – die produzieren Verpackungsmüll, als gäbs kein morgen. Jedes Sandwich to go kommt in einem Styropor-Paket, in dem auch ein 5-Gänge-Menü Platz hätte, und selbst am Frühstücksbuffet im Hotel stochert man mit Plastiklöffeln in Styroporbechern rum, piekst mit einer Plastikgabel mikrowellen-erwärmte Eier von Styroportellern und isst Cereal mit fat-free milk aus cholesterinfreien Styroporschalen. 

 

Ganz anders bei John, der uns auf dem Lagerfeuer Maiskolben gebraten und den besten Schweinebraten ever serviert hat (das sagt eine, deren Großmutter den besten Schweinebraten der Welt machen konnte!) und der auf dem farmers market black eyed peas für uns gekauft und super-chili-knoblauch-scharf gekocht hat – so konnten wir mit den Alligatoren um die Wette stinken, aus zwei Richtungen!

 

Fazit: würde JEDERZEIT wieder den Mississippi runterpaddeln, am liebsten in einem Kanu. Aber bin mehr denn je überzeugt, dass ich in den USA nur reisen, nicht leben will.

 

Demnächst mehr, dann auch mit Fotos! Jetzt versuch ich erstmal, mich von river time auf Berlin time umzustellen und doch noch zu schlafen – muss ja morgen um die Zeit schon fast wieder uff Schicht ins Morgenmagazin…

 

(Patricia)



Gegen Ende wird man seltsam
2009/08/06, 3:07
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In Berlin ist es schon Donnerstag, 5 Uhr morgens. Vor genau 7 Wochen und 4 Stunden sind wir losgefahren. Und morgen (in Berlin: heute) ist unser letzter Drehtag. Nach so einer langen Zeit erinnert einen irgendwie alles an zuhause …

P1000974kl

P1010022kl

(Keine Sorge, die Amerikaner haben mich nicht mit ihrem Fahnenfetischismus angesteckt … unsere ist aber auch viel zu langweilig für sowas.)

(VS)



Girls & Guns & me
2009/08/01, 11:40
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girlsguns9



much too much Matsch
2009/08/01, 10:31
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