Mister & Missis.Sippi

Auf den Spuren Mark Twains mit dem Floß durch die Südstaaten

Sleepless in Berlin

Hier spricht das jetlag – es ist ein Uhr nachts in Berlin, ich bin nach 2 Stunden Schlaf hellwach und nutze die Zeit, um Euch ein bisschen auf dem Laufenden zu halten.

 

Marcus, Mark, Heiko und ich sind seit gestern wieder in Deutschland – mit massig Verspätung gelandet, weil in Charlotte eine Flugzeugtür klemmte, aber Samstag nachmittag waren wir zu Hause. Der Rest der Monstamovie-Crew fliegt in ein paar Stunden ab Houston – direkt, ohne Zwischenstop, damit die Kameras sich nicht irgendwo selbständig machen. 

 

New Orleans war schön, aber noch heißer und schwüler als die anderen Städte. Wir haben in einem Club das wildeste Arschgewackel der nördlichen Hemisphäre gesehen (den berühmten bounce hip hop, für den man einen Hintern doppelt so rund wie der von Jennifer Lopez plus ordentlich Beweglichkeit in der Stoßrichtung braucht), haben einer Drag-Queen beim Schminken zugeschaut, das Floß Richtung Golf von Mexiko gerudert, unseren ersten und letzten Schaufelrad-Dampfer in Aktion und eine Sozialwohnung von innen gesehen (so unglaublich eng, dass die Leute mehr über- als nebeneinander wohnen).

 

Haben uns außerdem weiterhin an der regionaltypischen Küche erfreut – dasselbe fettige, übersüßte Essen wie überall auf unserem Trip (die frittieren wirklich ALLES da im Süden – meine Favourites waren fried ice cream und fried pickles, also panierte saure Gurken). Außerdem wurden wir weiter von „Styromania“ verfolgt – die produzieren Verpackungsmüll, als gäbs kein morgen. Jedes Sandwich to go kommt in einem Styropor-Paket, in dem auch ein 5-Gänge-Menü Platz hätte, und selbst am Frühstücksbuffet im Hotel stochert man mit Plastiklöffeln in Styroporbechern rum, piekst mit einer Plastikgabel mikrowellen-erwärmte Eier von Styroportellern und isst Cereal mit fat-free milk aus cholesterinfreien Styroporschalen. 

 

Ganz anders bei John, der uns auf dem Lagerfeuer Maiskolben gebraten und den besten Schweinebraten ever serviert hat (das sagt eine, deren Großmutter den besten Schweinebraten der Welt machen konnte!) und der auf dem farmers market black eyed peas für uns gekauft und super-chili-knoblauch-scharf gekocht hat – so konnten wir mit den Alligatoren um die Wette stinken, aus zwei Richtungen!

 

Fazit: würde JEDERZEIT wieder den Mississippi runterpaddeln, am liebsten in einem Kanu. Aber bin mehr denn je überzeugt, dass ich in den USA nur reisen, nicht leben will.

 

Demnächst mehr, dann auch mit Fotos! Jetzt versuch ich erstmal, mich von river time auf Berlin time umzustellen und doch noch zu schlafen – muss ja morgen um die Zeit schon fast wieder uff Schicht ins Morgenmagazin…

 

(Patricia)

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7 Gedanken zu „Sleepless in Berlin

  1. Robert P. und Familie sagte am :

    Schön Dich wieder zu Hause zu wissen.
    Tierisch gailer Trip.
    Grüße aus Wangen von Robert und Familie

  2. Irina Enders sagte am :

    Willkommen zurück!

  3. Scott sagte am :

    Congratulations, my friends. Canoe, canoe!

  4. ja, sah doch fit wie immer aus, heute früh.

  5. Ich dachte, seit Mc Donalds keine Styroporpackungen mehr nutzt, machen die anderen das auch nicht!? Na gut, dann eben weiter Müllberge produzieren. 😛

    Kann ich auf die nächste Kanutour mit? Ich finde das ja urst spannend. ^^

  6. sbiene-vati sagte am :

    Mußten am Montag gleich ins Frühstücks-Fernsehen schauen. Patricia sah doch gut aus, gut gelaunt, einfach Klasse. Danke für die tollen Berichte!!!

  7. Auf jeden Fall eine wichtige These. Ich hoffe, Ihr bleibt am Thema dran?! Inder Firma vergeht kein Treffen, wo wir nicht drüber am diskutieren sind. Gruß von Mirjam Jankowski

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