Mister & Missis.Sippi

Auf den Spuren Mark Twains mit dem Floß durch die Südstaaten

Das Team

  • Tom Aures (Herstellungsleitung)
  • Irina Enders (Redaktion / Recherche)
  • Marcus Hanisch (Aufnahmeleitung)
  • Heiko Köhler (Kamera-/Tonassistenz)
  • Marc Meusinger (Ton)
  • Lutz Neumann (Regie /Produktionsleitung)
  • Vanessa Rossi (Schnitt)
  • Patricia Schäfer (Cast / Buch)
  • Matthias Seiffert (Zeichner)
  • Sabine Streckhardt (Kamera)
  • Volker Strübing (Cast / Buch / Regie)
  • Jadwiga Wenke (Produktionsassistenz)

Den Mississippi hinunter – warum nicht! Ich bin zwar kein Alligator, wildere aber gerne mal in einem fremden Habitat. Und ich bin als Rettungsschwimmerin gern bereit, den Kollegen Strübing aus dem Wasser zu fischen, sollte er über Bord gehen. Wenn jetzt immer noch jemand fragt, was eine Morgenmagazin-Moderatorin eigentlich auf einem Floß in den amerikanischen Südstaaten zu suchen hat: Normalerweise bin ich Köchin und Kellnerin, trage quasi die Themen auf Tellern raus. Jetzt freue ich mich, mal am Anfang der Nahrungskette zu stehen und bei der Ernte dabeizusein.
Ich finde diese Reise aber auch aus Gründen der Geometrie interessant: Nachdem ich die USA schon von rechts nach links und von links nach rechts durchquert habe, ist es Zeit für von oben nach unten. Das ist ja auch im Land von rags-to-riches noch leichter, als es von unten nach oben zu schaffen…

Patricia Schäfer

Mark Twain hat über Berlin gesagt, es gäbe nichts, was man in dieser Stadt nicht lernen könne — außer der deutschen Sprache. Dis mit den Deutsch kann ich nich beurteilen, aber dass man in Berlin ansonsten alles lernen kann, stimmt. Für Berliner gilt: Zuhause bleiben bildet. Seit es das Fernsehen gibt erst recht. Immer wieder berichteten mir Freunde von ihren USA-Reisen: „Es ist toll! Genauso wie im Fernsehen!“ Sie waren begeistert und überrascht, dass Amerika sie nicht überrascht hatte. Diese Reise konnte ich mir also sparen.
Jetzt, wo ich selbst ein klitzekleines Bisschen Fernsehen bin, sieht die Situation anders aus: Ich bin geradezu verpflichtet, in die USA zu reisen, um darüber zu berichten und wiederum anderen Menschen, die lange, unbequeme Flugreise in das Land des dünnen Kaffees und der dicken Menschen zu ersparen.
Fast 120 Jahre ist es her, dass Mark Twain Berlin besuchte — Zeit für einen Gegenbesuch!

Volker Strübing

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